Patientenkennungen statt Klarnamen
Warum Curaki keine Patientennamen erfasst und wie die interne Kennung stattdessen funktioniert.
Curaki ist so konzipiert, dass zu keinem Zeitpunkt der Klarname eines Patienten im System erfasst wird. Stattdessen vergibt der Arzt für jede Konsultation eine interne Kennung nach eigener Wahl.
Wie die Kennung funktioniert
Beim Anlegen einer neuen Konsultation fragt Curaki nach einer internen Patientenkennung — ein frei wählbares Kürzel, eine Fallnummer oder ein anderes Identifikationsmerkmal, das ausschließlich innerhalb Ihrer Praxis eine Bedeutung hat. Diese Kennung dient allein dazu, Konsultationen in der eigenen Übersicht wiederzufinden.
Curaki selbst prüft oder verknüpft diese Kennung nicht mit einem externen Patientenstamm. Die Zuordnung, welche Kennung zu welchem realen Patienten gehört, bleibt vollständig in der Praxis — etwa im Praxisverwaltungssystem.
Warum dieser Ansatz gewählt wurde
Der Verzicht auf Klarnamen reduziert das Risiko im Umgang mit besonders sensiblen Gesundheitsdaten erheblich: Selbst im unwahrscheinlichen Fall eines unbefugten Zugriffs auf einzelne Datensätze wäre daraus nicht unmittelbar ersichtlich, um welchen konkreten Patienten es sich handelt, ohne Kenntnis der praxisinternen Zuordnung.
Praktische Empfehlung für die Kennung
Wählen Sie eine Kennung, die für Sie und Ihr Team eindeutig und nachvollziehbar ist, aber für Außenstehende keine Rückschlüsse auf die Identität des Patienten zulässt. Vermeiden Sie zum Beispiel vollständige Namen oder Geburtsdaten als Kennung — auch wenn das System technisch keine strikte Formatprüfung erzwingt.
Curaki verhindert technisch nicht, dass ein Arzt versehentlich einen Klarnamen als Kennung einträgt oder im Diktat ausspricht. Achten Sie selbst darauf, in Kennung und Diktat keine unnötigen Klarnamen zu verwenden.
Umgang mit Namen im Gesprächsinhalt
Es lässt sich nicht vollständig ausschließen, dass im Verlauf eines aufgezeichneten Gesprächs der Name des Patienten oder Dritter fällt — etwa wenn sich der Patient selbst vorstellt. Dieser Fall betrifft den eigentlichen Gesprächsinhalt und ist von der Frage der Kennung zu unterscheiden. Die generierte Dokumentation kann daher bei der Prüfung durch den Arzt gezielt auf solche Nennungen durchgesehen und bei Bedarf angepasst werden.
